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6/5/6 oder 8/6/8? Die Materialwahl beim Doppelstabmattenzaun verständlich erklärt

Wer einen Doppelstabmattenzaun kaufen möchte, stößt schnell auf Bezeichnungen wie 6/5/6 oder 8/6/8. Auf den ersten Blick wirken diese Zahlen wie technische Artikelnummern. Tatsächlich beschreiben sie aber die Drahtstärke der Zaunmatten und sind damit ein wichtiger Hinweis auf Stabilität, Gewicht und Einsatzbereich des Zauns.

Gerade bei der Zaunplanung sollte die Entscheidung nicht nur über den Preis getroffen werden. Ein Doppelstabmattenzaun ist eine langfristige Investition und soll viele Jahre stabil, sicher und gepflegt aussehen. Wird eine zu leichte Drahtstärke gewählt, kann der Zaun bei starkem Wind, hoher Belastung oder zusätzlichem Sichtschutz schneller an seine Grenzen kommen.

In diesem Ratgeber erfährst du einfach erklärt, was die Angaben 6/5/6 und 8/6/8 bedeuten, worin sich die beiden Varianten unterscheiden und welche Doppelstabmatte für dein Grundstück die richtige Wahl ist.

Was bedeuten 6/5/6 und 8/6/8 beim Doppelstabmattenzaun?

Die Zahlen 6/5/6 und 8/6/8 geben die Stärke der Stahldrähte in Millimetern an. Ein Doppelstabmattenzaun besteht aus senkrechten und waagerechten Stäben, die miteinander verschweißt sind.

Der Name „Doppelstabmatte“ kommt daher, dass jeweils zwei waagerechte Stäbe einen senkrechten Stab einfassen. Dadurch entsteht die typische stabile Gitterstruktur.

Die Zahlenfolge lässt sich ganz einfach lesen:

Die erste Zahl steht für die Stärke des vorderen waagerechten Drahts.

Die mittlere Zahl steht für die Stärke des senkrechten Drahts.

Die dritte Zahl steht für die Stärke des hinteren waagerechten Drahts.

Bei einer 6/5/6-Doppelstabmatte sind die beiden waagerechten Drähte jeweils 6 Millimeter stark. Der senkrechte Draht in der Mitte hat eine Stärke von 5 Millimetern.

Bei einer 8/6/8-Doppelstabmatte sind die waagerechten Drähte jeweils 8 Millimeter stark. Der senkrechte Draht misst 6 Millimeter. Diese Variante ist dadurch schwerer, steifer und belastbarer.

Doppelstabmattenzaun 6/5/6: die leichte Variante für den Privatgarten

Die Ausführung 6/5/6 mm ist die gängige Wahl für viele private Grundstücke. Sie bietet eine gute Stabilität, ist vergleichsweise leicht und lässt sich bei der Montage gut handhaben. Für klassische Garten- und Grundstückszäune reicht diese Drahtstärke in vielen Fällen vollkommen aus.

Ein weiterer Vorteil: 6/5/6-Doppelstabmatten sind meist günstiger als schwere 8/6/8-Matten. Wer einen normalen Gartenzaun ohne besondere Zusatzbelastung plant, trifft mit dieser Variante häufig eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung.

Wann ist eine 6/5/6-Doppelstabmatte sinnvoll?

Eine Doppelstabmatte in 6/5/6 mm eignet sich besonders gut für normale Privatgrundstücke, Vorgärten und seitliche Grundstücksgrenzen.

Sie ist eine gute Wahl, wenn der Zaun vor allem als klare Grundstücksbegrenzung dienen soll und keine besonders hohe Belastung zu erwarten ist.

Typische Einsatzbereiche sind:

  1. private Gärten
  2. Vorgärten
  3. seitliche Grundstücksgrenzen
  4. niedrige bis mittlere Zaunhöhen
  5. offene Zaunanlagen ohne Sichtschutzstreifen
  6. Grundstücke mit normaler Windbelastung

Besonders bei Zaunhöhen von etwa 1,00 Meter bis 1,20 Meter ist die 6/5/6-Ausführung für viele Anwendungen ausreichend. Auch wenn der Zaun transparent bleiben soll oder später durch Pflanzen begrünt wird, ist diese Variante in der Regel gut geeignet.

Wann sollte man bei 6/5/6 vorsichtig sein?

Eine 6/5/6-Doppelstabmatte ist stabil, aber nicht für jede Situation ideal. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn der Zaun sehr hoch werden soll oder zusätzlich mit Sichtschutzstreifen ausgestattet wird.

Auch bei stark windanfälligen Grundstücken, offenen Feldlagen oder sehr lebhaften großen Hunden kann eine stärkere Matte sinnvoll sein. In solchen Fällen sollte geprüft werden, ob ein 8/6/8-Doppelstabmattenzaun die bessere Lösung ist.

Doppelstabmattenzaun 8/6/8: die schwere Variante für hohe Stabilität

Die Ausführung 8/6/8 mm ist deutlich robuster als die leichte 6/5/6-Variante. Sie wird häufig auch als schwere Ausführung oder Industrieausführung bezeichnet.

Durch die stärkeren Drähte ist die Matte verwindungssteifer. Das bedeutet: Sie lässt sich weniger leicht verbiegen und bleibt auch bei stärkerer Belastung formstabiler.

Diese Stabilität hat allerdings auch Auswirkungen auf die Montage. 8/6/8-Doppelstabmatten sind deutlich schwerer. Beim Heben, Ausrichten und Befestigen ist deshalb eine zweite Person sehr empfehlenswert.

Wann ist eine 8/6/8-Doppelstabmatte die bessere Wahl?

Eine Doppelstabmatte in 8/6/8 mm ist besonders dann sinnvoll, wenn der Zaun höheren Belastungen ausgesetzt ist.

Typische Einsatzbereiche sind:

  1. hohe Doppelstabmattenzäune
  2. Zäune mit Sichtschutzstreifen
  3. Grundstücke in windanfälliger Lage
  4. Gewerbegrundstücke
  5. Industrieflächen
  6. Ballfangzäune
  7. Grundstücke mit großen oder sehr aktiven Hunden
  8. hohe Einfriedungen ab etwa 1,80 Meter, zum Beispiel wenn Katzen im Garten gehalten oder vom Grundstück ferngehalten werden sollen
  9. Bereiche mit erhöhtem Sicherheitsanspruch

Besonders bei Zaunhöhen ab etwa 1,40 Meter kann die stärkere 8/6/8-Ausführung sinnvoll sein. Ab einer Höhe von etwa 1,80 Meter wird sie vor allem dann interessant, wenn der Zaun besonders stabil stehen soll oder zusätzliche Anforderungen erfüllt, zum Beispiel bei Grundstücken mit Katzen, großen Hunden oder geplanter Sichtschutzfüllung.

Sichtschutzstreifen: Warum die Drahtstärke hier besonders wichtig ist

Viele Doppelstabmattenzäune werden später mit Sichtschutzstreifen ausgestattet. Das sieht gepflegt aus und schützt vor neugierigen Blicken. Gleichzeitig verändert sich dadurch aber die Belastung des Zauns deutlich.

Ein offener Doppelstabmattenzaun lässt Wind weitgehend hindurch. Werden jedoch Sichtschutzstreifen aus Kunststoff, PVC oder ähnlichem Material eingeflochten, entsteht eine geschlossene Fläche. Bei starkem Wind wirkt der Zaun dann wie ein Segel.

Diese Windlast kann enorme Kräfte auf Matten, Pfosten und Fundamente ausüben. Gerade bei höheren Zäunen kann eine zu leichte Matte dadurch dauerhaft verbiegen oder sich verformen.

Wer einen Doppelstabmattenzaun mit Sichtschutzstreifen plant, sollte deshalb besonders auf eine stabile Ausführung achten. In vielen Fällen ist hier die 8/6/8-Doppelstabmatte die bessere und langlebigere Wahl.

6/5/6 oder 8/6/8: Welche Variante ist die richtige?

Die passende Drahtstärke hängt vor allem davon ab, wie der Zaun genutzt wird, wie hoch er sein soll und ob zusätzlicher Sichtschutz geplant ist.

Für einen normalen Gartenzaun ohne Sichtschutz reicht häufig eine 6/5/6-Doppelstabmatte aus. Sie ist stabil, preislich attraktiv und für viele private Anwendungen gut geeignet.

Wenn der Zaun höher werden soll, in einer windanfälligen Lage steht oder mit Sichtschutzstreifen ausgestattet wird, ist eine 8/6/8-Doppelstabmatte meist die bessere Wahl. Sie bietet mehr Steifigkeit, mehr Belastbarkeit und mehr Sicherheitsreserve.

Als einfache Orientierung gilt:

  1. Niedriger Gartenzaun ohne Sichtschutz: 6/5/6
  2. Normale Grundstücksgrenze im Privatbereich: 6/5/6
  3. Höherer Zaun ab ca. 1,40 m: eher 8/6/8
  4. Hoher Zaun ab ca. 1,80 m, zum Beispiel bei Katzen: 8/6/8
  5. Doppelstabmattenzaun mit Sichtschutzstreifen: 8/6/8
  6. Windanfällige Lage: 8/6/8
  7. Gewerbe, Industrie oder Sicherheitsbereich: 8/6/8
  8. Große oder kräftige Hunde: eher 8/6/8

Der oft übersehene Qualitätsfaktor: die Verzinkung

Neben der Drahtstärke spielt auch der Korrosionsschutz eine entscheidende Rolle. Denn selbst eine starke 8/6/8-Doppelstabmatte bringt wenig, wenn sie schlecht gegen Rost geschützt ist.

Beim Kauf eines Doppelstabmattenzauns solltest du deshalb nicht nur auf die Drahtstärke achten, sondern auch auf die Art der Verzinkung.

Grundsätzlich gibt es zwei wichtige Varianten: feuerverzinkte Doppelstabmatten und drahtverzinkte Doppelstabmatten, häufig auch als DV bezeichnet.

Feuerverzinkt nach DIN EN ISO 1461: der hochwertige Korrosionsschutz

Bei einer Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 wird die fertig verschweißte Doppelstabmatte als Ganzes in ein heißes Zinkbad getaucht. Dieser Vorgang wird auch Stückverzinkung genannt.

Der große Vorteil: Auch die Schweißpunkte und Kreuzungspunkte der Drähte werden vollständig von der Zinkschicht umschlossen. Genau diese Bereiche sind besonders wichtig, weil sie bei minderwertiger Verarbeitung anfälliger für Rost sein können.

Nach der Verzinkung erhalten viele Doppelstabmatten zusätzlich eine Pulverbeschichtung, zum Beispiel in Anthrazit oder Moosgrün. Diese Beschichtung sorgt für die gewünschte Optik und bietet eine zusätzliche Schutzschicht.

Wird die Oberfläche später einmal leicht beschädigt, bleibt der Stahl durch die darunterliegende Verzinkung weiterhin geschützt.

Drahtverzinkt (DV): die günstigere Alternative mit Schwächen

Bei drahtverzinkten Doppelstabmatten, kurz DV, werden bereits verzinkte Drähte verarbeitet. Erst danach werden die Drähte zur Matte verschweißt.

Das Problem entsteht an den Schweißpunkten. Durch die Hitze beim Punktschweißen kann die vorhandene Zinkschicht an diesen Stellen beschädigt werden. Der Rostschutz hängt dort dann stärker von der anschließenden Pulverbeschichtung ab.

Wenn später kleine Risse, Kratzer oder Steinschläge entstehen, kann Feuchtigkeit eindringen. Rost bildet sich dann häufig zuerst an den Schweißnähten und Kreuzungspunkten.

Drahtverzinkte Matten sind deshalb nicht automatisch schlecht, bieten aber in der Regel nicht denselben langlebigen Korrosionsschutz wie feuerverzinkte Doppelstabmatten nach DIN EN ISO 1461.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Beim Kauf eines Doppelstabmattenzauns solltest du nicht nur den Preis pro Matte vergleichen. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Drahtstärke, Verzinkung, Beschichtung, Pfosten und Befestigungssystem.

Achte besonders auf diese Punkte:

  1. passende Drahtstärke: 6/5/6 oder 8/6/8
  2. feuerverzinkte Ausführung nach DIN EN ISO 1461
  3. hochwertige Pulverbeschichtung
  4. passende Pfosten zur gewählten Mattenstärke
  5. ausreichende Pfostenlänge bei hohen Zäunen oder Gefälle
  6. stabile Befestigungselemente
  7. geeignete Fundamente, besonders bei Sichtschutz und Windlast

Gerade bei einem Doppelstabmattenzaun mit Sichtschutzstreifen sollte das gesamte System stabil geplant werden. Eine schwere Matte allein reicht nicht aus, wenn Pfosten, Fundamente oder Befestigungen zu schwach ausgelegt sind.

Häufige Fragen zu 6/5/6 und 8/6/8-Doppelstabmatten

Was ist besser: 6/5/6 oder 8/6/8?

Das hängt vom Einsatzbereich ab. Für viele private Gärten reicht 6/5/6 aus. Wenn der Zaun höher ist, Sichtschutzstreifen eingebaut werden oder das Grundstück starkem Wind ausgesetzt ist, ist 8/6/8 meist die bessere Wahl.

Was bedeutet 6/5/6 beim Doppelstabmattenzaun?

6/5/6 beschreibt die Drahtstärke der Matte. Die beiden waagerechten Drähte sind jeweils 6 Millimeter stark. Der senkrechte Draht hat eine Stärke von 5 Millimetern.

Was bedeutet 8/6/8 beim Doppelstabmattenzaun?

8/6/8 bedeutet, dass die beiden waagerechten Drähte jeweils 8 Millimeter stark sind. Der senkrechte Draht misst 6 Millimeter. Diese Ausführung ist schwerer und stabiler als 6/5/6.

Welche Doppelstabmatte eignet sich für Sichtschutzstreifen?

Für Sichtschutzstreifen ist in vielen Fällen eine 8/6/8-Doppelstabmatte empfehlenswert. Durch die geschlossene Fläche entsteht bei Wind eine höhere Belastung. Die stärkere Matte bietet hier mehr Stabilität.

Welche Drahtstärke ist bei einem hohen Zaun ab 1,80 Meter sinnvoll?

Bei hohen Doppelstabmattenzäunen ab etwa 1,80 Meter ist häufig 8/6/8 sinnvoll. Das gilt besonders, wenn der Zaun zusätzlich belastet wird, zum Beispiel durch Sichtschutzstreifen, Wind, große Hunde oder wenn Katzen im Garten gehalten beziehungsweise vom Grundstück ferngehalten werden sollen.

Ist 8/6/8 immer besser als 6/5/6?

Nicht unbedingt. 8/6/8 ist stabiler, aber auch schwerer und meist teurer. Für einen niedrigen Gartenzaun ohne Sichtschutz kann 6/5/6 völlig ausreichend sein. Entscheidend ist der geplante Einsatz.

Was bedeutet drahtverzinkt beim Doppelstabmattenzaun?

Drahtverzinkt bedeutet, dass die einzelnen Drähte bereits vor dem Verschweißen verzinkt wurden. Erst danach werden sie zur Doppelstabmatte verschweißt. Diese Ausführung wird häufig mit DV abgekürzt.

Warum ist die Verzinkung beim Doppelstabmattenzaun wichtig?

Die Verzinkung schützt den Stahl vor Rost. Besonders langlebig sind feuerverzinkte Doppelstabmatten nach DIN EN ISO 1461, weil auch die Schweißpunkte vollständig geschützt werden.

Fazit: Die richtige Drahtstärke hängt vom Einsatz ab

Ob 6/5/6 oder 8/6/8 die bessere Wahl ist, hängt von deinem Zaunprojekt ab. Für normale Privatgärten, niedrige Zaunhöhen und offene Zaunanlagen ist eine 6/5/6-Doppelstabmatte oft vollkommen ausreichend.

Sobald der Zaun höher wird, Sichtschutzstreifen eingeplant sind oder das Grundstück in einer windanfälligen Lage liegt, bietet eine 8/6/8-Doppelstabmatte mehr Sicherheit und Stabilität. Auch bei hohen Zäunen ab etwa 1,80 Meter, zum Beispiel bei Grundstücken mit Katzen oder großen Hunden, ist die stärkere Ausführung meist die bessere Wahl.

Mindestens genauso wichtig wie die Drahtstärke ist jedoch der Korrosionsschutz. Wer langfristig Ruhe haben möchte, sollte auf eine feuerverzinkte Ausführung nach DIN EN ISO 1461 achten. So bleibt der Doppelstabmattenzaun stabil, rostgeschützt und dauerhaft gepflegt.

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